|
Ich
nehme mir diesen schwarzen Rom; Ref.:
Singt, Roma, ihr Ehrenhaften Als Musiker, Tänzer, Schausteller und Zirkusleute, Bärenführer, Puppenspieler und Handleser sind die Roma in der Geschichte der europäischen Unterhaltungskultur nicht wegzudenken. Schon im 16. Jahrhundert waren Roma beliebte Musiker an den europäischen Adelshöfen, die einen Kunstgenuss von der fernen Welt brachten. Bei den ersten Romagruppen, die nach Mitteleuropa wanderten, sind diese Berufssparten erwähnt und oft wurde auch hier wieder ein kulturelles Erbe aus Indien angenommen. Allerdings gab es bereits in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten in Westasien wandernde Bettelmönche der syrisch-orthodoxen Kirche. Durch ihr Bekenntnis zur Armut und in ihrer Entsagung von jeglichen irdischen Genüssen waren sie nahe bei Gott. Dies war auch Vorbild für anderen Religionen (im Katholizismus, wie auch für die Derwische im Islam). Diese Mönche wurden von der sesshaften Bevölkerung geachtet, stellten in ihrem Auftreten jedoch einen gewissen Unterhaltungswert dar, der in den nachfolgenden Jahrhunderten bewusst gepflegt wurde (Musik, Narreteien, Zukunftsvisionen). Man könnte annehmen, dass Roma mit dieser Tradition in Westasien bekannt wurden und das dies eine Möglichkeit war, als wandernde Gemeinschaft eine gesellschaftliche Anerkennung zu finden. In den einzelnen Ländern war der Unterhaltungssektor oft die einzige Möglichkeit sich als nichtsesshafte Gruppe den Lebensunterhalt zu verdienen. Diese Gewerbe waren von der Mehrheitsgesellschaft verpönt, u.a. weil sie keine finanzielle Sicherheit boten. |
|