Berichte über die Sklaverei

Der Schriftsteller, Historiker und Staatsmann Mihail Kogalniceanu (1817 bis 1891) erinnerte sich an die Sklaverei: "Noch in meiner Jugend sah ich auf den Straßen von Iasi menschliche Wesen mit Ketten an Händen und Füßen, einige hatten auch eiserne Stirnbänder, die mit den Halsketten verbunden waren. Sie wurden furchtbar geschlagen, zum Hungern verurteilt, geräuchert, in private Gefängnisse gesteckt, nachts in den Schnee oder in vereiste Flüsse geworfen." 
(Zit. nach Djurić, 1996, S. 133)

Noch 1850 berichteten der "Preußische Volksfreund" und die "Mannheimer Abendzeitung" von Menschenhandel. Unter Berufung auf die Agramer Zeitung "Luna" brachten die beiden Zeitungen folgende Meldung: 
"Bei den Söhnen und Erben des verstorbenen Serdar Nikolaus Nika in Bukarest sind 200 Zigeunerfamilien zu verkaufen, unter denen die Männer meist Schlosser, Goldschmiede, Schuhmacher, Musiker und Ackerleute sind. Weniger als fünf Familien auf einmal werden nicht abgegeben, dagegen ist aber der Preis jeder Person um einen Dukaten niedriger als gewöhnlich angesetzt und in Bezug auf die Zahlung wird jede mögliche Erleichterung gewährt werden". 
(Zit. nach R. Djurić, 1995)

1834 wurde der erste Rom aus der Sklaverei eines Großgrundbesitzers entlassen. Erst 1856 wurden die Sklaverei gänzlich aufgehoben.