Türkei

Bereits ab dem 11. Jahrhundert sollen Roma nach Kleinasien und in das Gebiet der heutigen Türkei gekommen sein. Im Osmanischen Reich (das zur Zeit seiner größten Ausdehnung Kleinasien, Teile Westasiens bis Iran, und Teile Osteuropas umfasste) hatten die Roma eine eigene Verwaltungsorganisation. Da es im Osmanischen Reich viele Nomaden gab, waren wandernde Gruppen für die Herrschenden und die Gesellschaft kein Problem. Nomadismus war eine anerkannte Wirtschaftsform.

Ab dem 19. Jahrhundert versuchte man die Roma anzusiedeln.

Im Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches, in der Türkei, leben verschiedene Romagruppen. Offizielle Zahlen sind nicht bekannt, in den Vororten von Istanbul sollen ca. 30.000 Roma leben. Ebenso viele können es in den Vororten von Ankara und Izmir sein.

Auch in kleineren Städten und Dörfern leben Roma, insgesamt ist ihre wirtschaftliche und soziale Lage sehr schwierig. Sie arbeiten meist in Nischenbereichen, wie Recyclingwirtschaft, einigen Handwerken, im Handel und im Unterhaltungssektor.