Korbflechter und Besenbinder
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Pflanzen, die in der Natur wild wachsen, stellten Ausgangsmaterialien für verschiedenste Produkte dar. Kostenloses Rohmaterial waren nicht nur Weiden- und Haselnussruten, sondern auch Maisfedern und Binsen, Schilfrohr, Stroh und Lianen. Die
Bauern stellten im so genannten Haushandwerk in den Wintermonaten meist
ihren eigenen Bedarf an Körben und Besen her. Wenn dazu die nötige Zeit
fehlte oder ein besonderes Produkt angefertigt werden sollte, nahm man
die Dienste der Roma in Anspruch. Manche
Roma-Familien hatten sich auf bestimmte Produkte und Techniken spezialisiert
und verkauften diese an die Bauern der umliegenden Gegend. An
der Produktion (Herstellung) war meist die
ganze Familie beteiligt. Das Rohmaterial musste besonders aufbereitet
werden. Weidenruten mussten beispielsweise weich gemacht werden, bevor
sie weiter zu Körben für die Lagerung von Ackerfrüchten, Buckelkörben,
Wäschekörben etc. verarbeitet werden konnten. Aus Binsen wurden Taschen und aus Stroh große bauchige Körbe für die Aufbewahrung des Korns angefertigt. |
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