Pinsel- und Bürstenbinder

 

Die Herstellung von bestimmten Pinseln und Bürsten war Frauenarbeit. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde dieses "Frauenhandwerk" erwähnt.

Die traditionellen burgenländischen Häuser waren Lehmbauten, deren Fassaden jährlich ausgebessert und gekalkt werden mussten. Dazu brauchte man spezielle Pinsel, die aus Rosshaar und später aus Straußgras hergestellt wurden.

Straußgras (i.e. Zwirntippan, roter oder weißer Tippan) war eine wildwachsende Grasart, die getrocknet und zu kleinen Strähnen zusammengeknüpft wurde. Mehrere Strähnen wurden zu Bürsten zusammengefügt. Der Stiel wurde vom Käufer angebracht.
Die Frauen gingen von Haus zu Haus, um ihre Produkte zu verkaufen oder gegen Naturalien einzutauschen.

 

Dienstleistungen - Hilfsdienste in der bäuerlichen Wirtschaft


"Stallbesen" - Birkenbesen (Riedlingsdorf)