Dienstleistungen und Hilfsdienste in der bäuerlichen Wirtschaft

 

Bedingt durch die landwirtschaftliche Saison wurden vor allem in Erntezeiten Hilfskräfte gebraucht. Dies waren Tätigkeiten, die sich nur auf wenige Wochen im Jahr bezogen (Weinlese, Getreide- und Kartoffelernte, Holzarbeiten) und wofür so genannte Tagelöhner eingesetzt wurden.
Auch in der Viehwirtschaft wurden Hilfskräfte als Hirten für Pferde, Rinder, Schweine und Kleinvieh gebraucht.

All diese Tätigkeiten wurden entweder von der bäuerlichen Unterschicht (Menschen ohne eigenem Besitz, Knechte und Mägde) oder von Roma ausgeführt.

Daneben gab es Tätigkeiten, die von der Roma-Gesellschaft, wie auch von der Mehrheitsgesellschaft, sehr verpönt waren, wie z.B. die Arbeit des Schinders (Wasenmeister), die von Roma und Nicht-Roma ausgeübt wurde. Der Schinder musste verendete Tiere vom Bauernhof abholen, sie enthäuten und auf dem dafür vorgesehenen Schinderacker verscharren. Da Schinder mit Totem in ständigem Kontakt waren, galten sie innerhalb der Roma-Gesellschaft als unrein und waren von der Gemeinschaft ausgeschlossen.

Hilfsdienste im Baugewerbe