Gründung der ersten Vereine und Organisationen
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Ein großes Problem der Roma-Gruppen war immer, dass sie nicht gemeinsam aufgetreten sind. So hatte es die Mehrheitsbevölkerung immer mit relativ kleinen Gruppen zu tun. Diese konnten leichter unterdrückt werden. Einen
ersten Versuch zur internationalen Vereinigung gab es 1878. Damals lud
Josef Reinhardt einige Roma aus Italien, Spanien und Russland in die Nähe
von Stuttgart, um über die Bildung einer Organisation zu beraten, die
die Interessen der Roma gegenüber einzelnen Staaten vertreten sollte.
Als das jedoch bekannt wurde, untersagten deutsche Regierungsstellen dieses
Treffen (...). Auch in vielen anderen Ländern gab es ähnliche Bestrebungen, die durch den Vernichtungsfeldzug der Nationalsozialisten und durch die ablehnende Haltung der Mehrheitsbevölkerung nach dem Krieg für lange Zeit unterdrückt wurden. In Ungarn wurde 1958 der Bund der Roma gegründet, andere europäische Länder folgten nach: Spanien, Finnland, Schweden, Frankreich, Deutschland. Die Internationale Organisation der Roma wurde 1971 in London gegründet. Ziel ist das Streben nach "nationaler Einheit" sowie der gemeinsame Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung. Das Lied Djelem, Djelem wurde zur Nationalhymne der Roma erklärt, eine Fahne wurde entworfen und der 1. Kongresstag, der 8. April zum "Internationalen Tag der Roma" erklärt. Yul Brunner, ein bekannter Filmschauspieler, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Nachfolgend wurde die Internationale Romani Union gegründet, die weltweit Roma in internationalen Körperschaften repräsentieren soll und von den Vereinten Nationen anerkannt ist. Quelle: Rajko Djuric: Zigeuner des Lexikons, Versuche der Sammlung, Organisationen, 1999: Von Veranstalter gekürzte Fassung |
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