Musikalische Tradition der Burgenland-Roma

Musik und Tanz haben im Leben und in der Kultur der Roma einen zentralen Stellenwert. Die musikalischen Stile und Richtungen sind dabei ebenso groß wie die Vielfalt der unterschiedlichen Roma-Gruppen.

Die Musik der Burgenland-Roma ist eine Gebrauchsmusik. Früher waren die Roma-Kapellen, die so genannten "Bandas", auf Festen, Hochzeiten, Tanzveranstaltungen und Umzügen gern gesehene Musikanten. Die Roma-Musiker übernahmen in vielen burgenländischen Orten auch das Neujahrsspielen und andere Bräuche: Roma-Musiker zogen von Haus zu Haus, um den Leuten ein Ständchen zu geben.

Die traditionelle Instrumentalmusik der Roma in der Besetzung mit Geige, Bratsche, Klarinette, Zymbal und Kontrabass orientiert sich vor allem an der "ungarischen Zigeunermusik". Das Repertoire der Gruppen entspricht der regional üblichen Tanz- und Unterhaltungsmusik.

In der Gegenwart verkörpern vor allem zwei Gruppen die burgenländische Roma-Musik: die Hans Samer-Band und eine Gruppe junger Roma-Musiker "Romano Rath" ("Roma-Blut").

Im Gegensatz zur Instrumentalmusik ist die Liedtradition der Burgenland-Roma bereits beinahe verlorengegangen. In den letzten Jahren wurden jedoch im Umkreis des Oberwarter Vereins Roma traditionelle Roma-Lieder wieder entdeckt (z.B.: Gisela Horvath "Ma rov, ma rov").