Die Opfer

Historikerkommission und Restitution

Die Historikerkommission der Republik Österreich war eine zwischen 1998 und 2003 tätige Kommission, die die „Arisierung“ währen des Nationalsozialismus untersuchte und die seither eingeleiteten Entschädigungsmaßnahmen erforschte. An diesem Projekt waren 160 Forscher beteiligt die in 47 Projekten forschten. Die Resultate wurden in 49 Bänden veröffentlicht. Die Kommission stellte fest, dass von den ca. 11.000 Roma und Sinti, die damals in Österreich lebten (9.000 bis 9.500 davon im Burgenland), nur etwa 1.500 bis 2.000 Personen den Massenmord der Nationalsozialisten überlebten. Des Weiteren beziffert die Historikerkommission den Besitz, der von den Nationalsozialisten arisiert wurde mit rund 42 Hektar Grund im Burgenland sowie der Wert der entwendeten persönlichen Gegenstände mit 360.000 RM, dies entspricht einem heutigen Wert von € 1.540.800.

 

Opferdatenbank des Landes Burgenland

Das Land Burgenland hat in einem Projekt: „Opferdatenbank – Namentliche Erfassung der NS-Opfer des Burgenlandes“ alle Opfer des nationalsozialistischen Terrors erfasst. Es wurden alle Personen aufgenommen, die in der Zeit des Nationalsozialismus Opfer der SS, die infolge von Zwangsmaßnahmen der SS, Polizei oder Wehrmacht verstorben sind, die von NS-Gerichten zum Tode verurteilt, die auf Grund der „Rasse“, religiöser oder sexueller Orientierung ermordet wurden, dem nationalsozialistischen Euthanasieprogramm zum Opfer fielen oder durch Zwangsarbeit zu Tode kamen. Die Datenbank soll eine Übersicht über die burgenländischen Opfer liefern, ein Zeichen des Gedenkens sein und eine Aktion gegen das Vergessen liefern bzw. setzen.

 

Es werden Namen, Geburtsjahr, Wohn- und Geburtsort des Opfers und kurze biografische Daten gesammelt. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist keine Veröffentlichung im Internet geplant, dennoch können Angehörige und Interessierte eine Anfrage an die Abteilung 7 – Kultur, Wissenschaft und Archiv senden.