Das Märchen von der Geige (Ein Märchen aus Slowenien)

05-4-4 1In den Wäldern lebte einst eine Romafamilie. Der Vater und die Mutter hatten vier Söhne und eine schöne Tochter. Eines Tages sah die Tochter im Wald einen stattlichen Jäger, der gefiel ihr sehr. Er aber nahm sie nicht wahr. Die Tochter wusste vor lauter Verliebtheit nicht, was sie tun sollte. Sie fragte überall, wer ihr helfen könnte. Doch niemand konnte ihr einen Rat geben, wie die Gunst des Jägers zu gewinnen sei. Das kam dem Teufel zu Ohren, und er sagte zu dem Mädchen: "Du musst mir deinen Vater geben, damit ich aus ihm eine Geige machen kann. Als Saiten für die Geige brauche ich deine vier Brüder, und aus deiner Mutter werde ich die Haare für den Bogen machen." Die Tochter wusste vor Furcht nicht, was sie tat, und versprach dem Teufel ihre Familie. Der Teufel baute aus ihren Leuten die Geige, gab sie der Tochter und sagte, der Jäger gehöre ihr, sobald sie darauf spiele. Und wirklich: Kaum hatte sie auf ihrer Geige zu spielen begonnen, trat der Jäger aus dem Wald und fragte die Tochter, ob sie seine Frau werden wolle. Als der Teufel das sah, packte er das Mädchen und den Jäger und nahm sie mit sich. Die Geige aber blieb im Wald liegen, bis ein Rom sie fand. Der Rom zog nun mit der Geige von Dorf zu Dorf, und überall rührte er die Menschen zu Tränen. Denn jedesmal, wenn der Rom spielt, lacht der Teufel, und in der Geige weinen die Leute des Mädchens.

 


Slovenitiki paramisi: Paramisi pali hegeduva

 

Ando vesch dschivnahi o Roma. Le dad taj la daj sina schtar tschave taj jek schukar tschaj. Jek di i tschaj ando vesch dikla jek schukar jageri, taj igen lake tecinlahi. Ov la ham menik esbe na lija. I tschaj andi bari kinja na dschanlahi so te kerel, taj le cilen phutschalahi, ko lake schaj pomoschinel. Ham niko lake na dschanlahi te phukal so te kerel. Sa ada pa schuntscha o beng, taj la tschajake phentscha: "Tu iste mange tre dade des, kaj andar leste schaj hegeduja kerav. Taj tre schtar phralen, andar lende kera o hura la hegedujake, taj andar tri daj pa kera i vunja vasch i hegeduja." I tschaj andi bari dar taj kinja na dschanlahi so te kerel, taj le bengeske primintscha pre manuschen. O beng andar lakere manuschen i hegeduja kertscha. Dija la la tschajake, taj phentscha, te cidel upre taj o jageri ovla lakero. Taj tschatsche, kada i tschaj upri hegeduja kesdintscha te cidel, andar o vesch o jageri ar alo, taj la tschajatar phutschla te oj leskeri dschuvli ovlahi. Kada oda o beng dikla, la tschaj taj le jageri peha lija. Ham i hegeduja ando vesch atschili, dschimeg jek Rom la lakla. O Rom uso jek gav uso ka phirlahi, taj kada cidlahi le manuschendar o asva fojnahi. Mint mindig kada o Rom upri hegeduja cidel, o beng asel, taj andi hegeduja o manuscha la tschajatar ron.